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Armin Mueller-Stahl

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Armin Mueller-Stahl - Die blaue Kuh (geradeaus blickend) (Sonderedition), gerahmt 2016
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Armin Mueller-Stahl - Porträt - Johann Wolfgang von Goethe, gerahmt
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Armin Mueller-Stahl

Armin Mueller-Stahl ist ein künstlerisches Ausnahme-Talent. Neben einer beeindruckenden Schauspielkarriere in Deutschland, Europa und Hollywood ist er ebenso erfolgreich als Musiker, Maler und Schriftsteller.
Er, der bedeutendste lebende deutsche Schauspieler und studierte Konzertgeiger, sagt von sich: „Das Malen, Schreiben, Musizieren und die Schauspielerei gehören für mich einfach zusammen.“
Die Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen Mueller-Stahls sind geprägt von individueller Handschrift mit sicherem Strich und großartigem Umgang mit Farbe. Zu seinen Motiven gehören Porträts, literarische Themen, Landschaften und besonders auch Drehbuchübermalungen, die meist direkt am Filmset entstehen. Von der Ersten Ausstellung 2001 im Filmmuseum Potsdam bis hin zu den heutigen Shows in renommierten Häusern wie der Kunsthalle Mannheim, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg oder der Los Angeles Municipal Art Gallery, erregen seine Arbeiten immer wieder großes Aufsehen beim Fachpublikum und der Kunstkritik.
Über sein zeichnerisches Werk sagt Mueller Stahl: „Beim Zeichnen ist man selbst der Regisseur. Es gibt keine Verbote, und man hat alle Freiheiten. [...] Das Zeichnen fiel mir so leicht, ich dachte, alles, was einem leichtfällt, ist nicht so bedeutend. Zeichnen ist für mich viel leichter als Schauspielern.“

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Biographie Armin Mueller-Stahl

1930 geboren in Tilsit, Ostpreußen
1949 Examen als Musiklehrer und Konzertgeiger am Städtischen Konservatorium Berlin
1952 Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm, wo er 25 Jahre tätig blieb
1960 Beginn der Schauspielkarriere beim Film mit dem 4-teiler Flucht aus der Hölle; ab dann Mitwirkung in rund 60 DDR-Produktionen; mehr-fach “Beliebtester Schauspieler der DDR“
1976 Mitunterzeichnung Solidaritätserklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns; Boykottierung durch die DDR; arbeitslos schreibt er die Autobiografie Verordneter Sonntag
1980 Genehmigung des Ausreiseantrags nach West-Berlin
1981 Hauptrolle in Lola
1982 Filmband in Gold für Lola
1989 Hollywood-Debüt: Music Box – Die ganze Wahrheit
1990 Oscar-Nominierung für die Rolle des "Sam Krichinsky" in Avalon
1992 Silberner Bär der Berlinale für Utz
1997 Oscar-Nominierung für die Rolle des Vaters in Shine – Der Weg ins Licht; Berlinale Kamera für sein Lebenswerk
2001 Thomas Mann in Die Manns – Ein Jahrhundertroman; erste Präsentation von Zeichnungen und Aquarellen im Filmmuseum Potsdam
2002 Grimme-Preis für Thomas Mann Darstellung
2007 Mueller-Stahl Sonderausgabe der 30-bändigen Brockhaus Enzyklopädie; Deutscher Filmpreis für Lebenswerk; Bambi für Schauspieler national; große Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
2008 Buddenbrooks-Verfilmung; Grses Bundesverdienstkreuz der BRD mit Stern
2009 Ausstellung im Horst-Janssen-Museum, Oldenburg
2010 Erscheinen der Werkmonografie mit Gemälden, Gouachen und Zeichnungen
Armin Mueller-Stahl wohnt an der kalifornischen Küste, an der Ostsee und in Berlin.

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"Armin Mueller-Stahl - Vielfachgenie


Armin Mueller-Stahl gehört zweifelsohne zu den klassischen Mehrfachbegabungen der deutschen Kulturgeschichte wie Hermann Hesse, Oskar Schlemmer oder Günter Grass, um nur einige zu nennen. 1930 in Tilsit geboren, wird er in einer kultursensiblen Familie groß, bei der Malen, Schauspielern und Musizieren zum Umgangston des Alltags gehören. Kein Wunder also, dass der Künstler als drittes von fünf Kindern kulturelles Tun als Habitus in sein Leben übernommen und das künstlerische Talent des Vaters nicht nur aufgenommen, sondern vervollkommnet hat.
Seine Begabungen sind kulturell ubiquitär. Nichts klammert er dabei aus, im Gegenteil: In allem ist sein Schaffen mit großer Genialität behaftet. Der ernsthafte Beginn der Malerei als eigenständige Werkgruppe wird in der Literatur mit dem Jahr 1951 angegeben. In diesem Jahr begann Armin Mueller-Stahl auch Schauspielunterricht zu nehmen. Zwei Jahre zuvor hatte er mit dem Musikstudium angefangen, nachdem er zuerst an einer Schauspielschule wegen mangelnden Talents nicht angenommen wurde. Welch unglaubliches Fehlurteil!
Verfolgt man die historische Abfolge dieser verschiedenen Ausbildungs- und Interessenbeginne, wird eines offenbar: Alle Talente, Fähigkeiten und begnadeten Handlungen Mueller-Stahls fließen ursprünglich aus einer Quelle – der des Genies. Und, das ist wesentlich im Oeuvre dieses Künstlers, sie bestehen immer parallel.
Schon immer haben mich die Drehbücher Mueller-Stahls fasziniert, die Seite um Seite farbüberquellend sowohl dem Textstudium als auch der Malerei dienen, denn dort findet keine Trennung statt, alles geht ineinander über. Schlussendlich auch die Themen und Motive, wie zum Beispiel die Schauspieler- oder Autorenporträts. Denn wie der tanzende Strich die Dargestellten in einer unglaublichen Leichtigkeit und Brillanz wiedergibt, zeigt, wie sehr Ansinnen und künstlerisches Tun bei Mueller-Stahl einhergehen.
Während der Künstler anfangs seine Malerei mit den Worten „das Zeichnen fiel mir so leicht, ich dachte, alles, was einem leichtfällt, ist nicht bedeutend" abtut, wird doch bei ersten Präsentationen seines malerischen Werkes klar, dass sich hier etwas ganz Besonderes, etwas Eigenes auftut. Denn im Umgang mit Farbe offenbart sich der für einen Künstler immer geforderte Stil der Eigenheit, und der wird hier mehr als offenbar. Gerade weil ihm, wie er es selbst sagt, das Zeichnen leichter fällt als das Schauspielern, zeigt sich der Wert dessen, was er bildnerisch darstellt: ein Oeuvre großer individueller Handschrift mit sicherstem Strich und großartigem Umgang mit Farbe.
Armin Mueller-Stahl gelingt, was nur wenige schaffen: Parallel zu einer beeindruckenden Schauspielkarriere entsteht ein ebensolches Bildwerk, das bereits an wichtigen Ausstellungsorten begeistert gefeiert und betrachtet wurde: Im Filmmuseum Babelsberg in Potsdam und im Buddenbrookhaus in Lübeck gezeigt, erregte es großes Aufsehen beim Fachpublikum und bei der Kunstkritik.
Um noch einmal auf diese Ausstellungen sowie die farbwuchernden Drehbücher zurückzukommen: Gerade hier erkennt man, dass Malen und Zeichnen für den Künstler kein einfaches Nebenbei sind, sondern das, was alle großartigen Maler immer getrieben hat und ohne das sie nie ihren Platz in der Kunstgeschichte erreicht hätten: Leidenschaft.
Mit großer Achtung sieht man auf das, was es ist: große Malerei!
Michael Marius Marks